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So bleiben Deskbikes und Walking Pads wirklich in Nutzung.

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Mehr Bewegung in den Büroalltag bringen

Mehr Bewegung in den Büroalltag bringen
Was kann man tun, um mehr Bewegung in seinen Büroalltag zu bringen? So wird aktive Arbeit im Unternehmen sicher eingeführt und dauerhaft von Teams genutzt.

Ein Meeting nach dem anderen, dazwischen E-Mails, konzentrierte Bildschirmarbeit und ein schneller Lunch am Schreibtisch: So entstehen an vielen Bürotagen acht oder mehr Stunden Sitzen. Was kann man tun, um mehr Bewegung in seinen Büroalltag zu bringen? Nicht mit einer einzelnen Fitness-Challenge, die nach zwei Wochen verpufft. Sondern mit Arbeitsabläufen, Räumen und Angeboten, die Bewegung zur realistischen Option während der Arbeit machen.

Für Unternehmen ist das mehr als ein Gesundheitsthema. Dauerhaftes Sitzen beeinflusst Energie, Konzentration, Wohlbefinden und damit auch die Leistungsfähigkeit von Teams. Wer aktive Arbeit lediglich als Benefit versteht, verschenkt Potenzial. Wer sie strukturiert einführt, reduziert eine alltägliche Belastung und schafft einen Arbeitsplatz, der besser zu den Anforderungen moderner Wissensarbeit passt.

Warum gute Vorsätze im Büro selten reichen

Die meisten Beschäftigten wissen, dass sie sich mehr bewegen sollten. Das Problem ist nicht fehlendes Wissen, sondern der Arbeitskontext. Kalender sind voll, Deadlines eng und die klassische Büroeinrichtung lädt zum Sitzen ein. Eine Erinnerung auf dem Smartphone kann kurzfristig helfen, verändert aber weder Routinen noch Erwartungen im Team.

Auch ein einzelnes Walkingpad oder ein Deskbike löst das Problem nicht automatisch. Ohne klare Regeln für Nutzung, Einweisung, geeignete Arbeitsphasen und eine sichtbare Führungskultur werden Geräte schnell zum gut gemeinten Ausstellungsstück. Die entscheidende Kennzahl ist deshalb nicht, wie viele aktive Arbeitsplätze gekauft wurden. Sie lautet: Wie regelmäßig werden sie sinnvoll genutzt?

Genau hier scheitern viele Initiativen. Sie beschaffen Hardware, aber kein Einführungsmodell. Das Ergebnis sind geringe Nutzungsraten, interne Unsicherheit und eine Investition, deren Nutzen kaum belegbar ist.

Mehr Bewegung in den Büroalltag bringen: vier wirksame Hebel

Bewegungsfreundliche Arbeit entsteht nicht durch eine Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Hebel. Je nach Unternehmensgröße, Flächenkonzept und Arbeitsprofil kann die Gewichtung unterschiedlich sein. Ein kleines Team mit festen Bürotagen braucht etwas anderes als ein hybrides Unternehmen mit mehreren Standorten.

1. Bewegungsfenster in Arbeitsabläufe einbauen

Bewegung darf nicht immer zusätzlich zur Arbeit organisiert werden. Sie sollte an bestehende Arbeitssituationen andocken. Kurze Abstimmungen können als Walking Meeting stattfinden, sofern keine vertraulichen Unterlagen oder Bildschirmfreigaben nötig sind. Telefonate, Status-Updates oder das Hören von Aufzeichnungen eignen sich häufig für einen aktiven Arbeitsplatz besser als komplexe Tabellenarbeit.

Hilfreich sind eindeutige Teamvereinbarungen: Meetings von 25 statt 30 Minuten schaffen einen echten Übergang. Nach längeren Fokusphasen gehört eine kurze Positionsveränderung zur Arbeitsroutine. Und bei internen Calls darf die Kamera auch einmal ausbleiben, wenn jemand sich bewegt. Das nimmt sozialen Druck heraus und macht Bewegung akzeptiert statt erklärungsbedürftig.

2. Den Arbeitsplatz für Haltungswechsel auslegen

Ein höhenverstellbarer Tisch ist ein sinnvoller Anfang, aber noch kein aktiver Arbeitsplatz. Stehen ist nicht automatisch Bewegung. Entscheidend ist der regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und leichter Aktivität. Menschen brauchen dafür Optionen, die ohne Umbau und ohne Termin funktionieren.

Walkingpads ermöglichen langsames Gehen bei geeigneten Aufgaben. Deskbikes schaffen eine niedrigschwellige Alternative für konzentrierte, eher ruhige Tätigkeiten. Ergänzend helfen gut erreichbare Drucker, Besprechungszonen in unterschiedlichen Bereichen oder bewusst platzierte Wasserstationen. Solche Maßnahmen klingen klein, verändern aber Wege und Unterbrechungsmuster über den gesamten Tag.

Die Auswahl muss zum Einsatz passen. Wer auf einem Walkingpad komplexe Texte redigiert, wird möglicherweise unproduktiver. Für einen Routine-Call kann es dagegen hervorragend funktionieren. Aktive Arbeit bedeutet nicht, jede Aufgabe in Bewegung zu erledigen. Es geht darum, passende Aufgaben und passende Bewegungsformen gezielt zu verbinden.

3. Aktive Arbeitsplätze als gemeinsames Angebot organisieren

Nicht jedes Unternehmen muss sofort jeden Schreibtisch vollständig ausstatten. Ein gemeinsamer Active-Work-Bereich oder ein buchbares Pilotangebot kann wirtschaftlich sinnvoller sein. So lässt sich testen, welche Geräte, Zeitfenster und Nutzungsszenarien im eigenen Unternehmen wirklich funktionieren.

Damit ein Shared-Angebot angenommen wird, braucht es klare Verantwortlichkeiten. Wer erklärt die Nutzung? Wie werden Zeiten gebucht oder fair verteilt? Wie werden Reinigung, Wartung und Rückmeldungen organisiert? Und wie erfahren neue Mitarbeitende, dass es das Angebot gibt? Ohne diese Antworten wird aus einem Pilot schnell ein ungenutzter Nebenraum.

Ein sichtbarer Start hilft. Führungskräfte und Multiplikatoren sollten die Angebote selbst nutzen und konkret darüber sprechen, welche Tätigkeiten sich dafür eignen. Eine kurze Einführung ist dabei wirksamer als ein allgemeiner Hinweis per E-Mail. Mitarbeitende müssen erleben, dass sie nicht Leistung gegen Bewegung tauschen, sondern beides sinnvoll verbinden können.

4. Nutzung messen, statt Anschaffung zu feiern

Unternehmen investieren oft in Maßnahmen, ohne deren Wirkung im Arbeitsalltag zu prüfen. Bei aktiven Arbeitsplätzen sollten Verantwortliche vor dem Start definieren, was Erfolg bedeutet. Das kann eine regelmäßige Nutzung pro Woche sein, die Zahl aktiver Teilnehmender, qualitative Rückmeldungen zur Konzentration oder die Akzeptanz in bestimmten Teams.

Wichtig ist, nicht vorschnell Gesundheitseffekte zu versprechen, die sich im Einzelbetrieb kaum isoliert nachweisen lassen. Besser sind belastbare, steuerbare Indikatoren: Wird das Angebot genutzt? Sind Mitarbeitende sicher im Umgang? Entstehen Konflikte mit Arbeitsabläufen? Welche Geräte passen zu welchen Tätigkeiten? Auf dieser Basis lässt sich ein Pilot gezielt verbessern oder skalieren.

Sicherheit und Compliance von Anfang an klären

Walkingpads und Deskbikes gehören in ein professionelles Arbeitsplatzkonzept, nicht in eine improvisierte Ecke. Vor dem Einsatz müssen Fläche, Stromversorgung, Stolperstellen, Lärm, Reinigung und die sichere Nutzung geprüft werden. Auch eine Gefährdungsbeurteilung beziehungsweise die im jeweiligen Land und Unternehmen geltenden Arbeitsschutzanforderungen gehören auf die Agenda.

Für Unternehmen mit Standorten in den USA gelten andere Rahmenbedingungen als für deutsche Organisationen mit DGUV- und Berufsgenossenschaftsbezug. Der Grundsatz bleibt identisch: Risiken früh bewerten, Mitarbeitende einweisen, Zuständigkeiten dokumentieren und das Konzept mit den zuständigen Stellen abstimmen. Das schafft Sicherheit für Mitarbeitende und Entscheider.

Ein weiterer Praxispunkt ist die Freiwilligkeit. Aktive Arbeitsangebote sollen ermöglichen, nicht kontrollieren. Niemand sollte sich rechtfertigen müssen, wenn ein Deskbike für die eigene Tätigkeit, Gesundheit oder Präferenz nicht passt. Akzeptanz entsteht durch Wahlmöglichkeiten und durch ein Umfeld, in dem unterschiedliche Arbeitsweisen respektiert werden.

Der richtige Einstieg: erst testen, dann skalieren

Ein Pilot ist kein Zeichen von Unentschlossenheit, sondern professionelles Risikomanagement. Beginnen Sie mit einem klar abgegrenzten Bereich, einer repräsentativen Nutzergruppe und einem festen Zeitraum. Vorab werden Ziele, Kommunikationsplan, Sicherheitsregeln und Messkriterien festgelegt. Während der Testphase sammeln Sie nicht nur Meinungen, sondern konkrete Nutzungsdaten und Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.

Nach vier bis acht Wochen wird sichtbar, ob die Platzierung passt, welche Aufgaben sich eignen und wo Hürden liegen. Vielleicht wird das Walkingpad stark für Telefonate genutzt, während das Deskbike in konzentrierten Einzelphasen überzeugt. Vielleicht braucht ein Team bessere Buchungsregeln. Diese Erkenntnisse verhindern Fehlinvestitionen bei einer späteren Einführung.

Work & Move begleitet solche Prozesse mit TheActiveWorkPlace nicht als reinen Produktkauf, sondern als Einführungs- und Nutzungssystem. Das ist der Unterschied zwischen einem Gerät im Büro und einer Veränderung, die im Alltag tatsächlich ankommt.

Der nächste sinnvolle Schritt ist deshalb nicht, möglichst schnell Ausstattung zu bestellen. Schauen Sie auf einen konkreten Bürotag Ihrer Teams: Wo wird lange gesessen, welche Aufgaben erlauben Bewegung, und welche Hürde verhindert heute die Nutzung? Dort beginnt ein aktiver Arbeitsplatz, der nicht nur gut aussieht, sondern arbeitet.

Wie geht’s weiter? Jetzt wird aus Lesen Umsetzung.

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