KOSTENLOSES LIVE-WEBINAR · 5. NOVEMBER · 11 UHR

So bleiben Deskbikes und Walking Pads wirklich in Nutzung.

Webinar ansehen →

Live-Webinar am 05. November: Geräte dauerhaft in Nutzung bringen.

Anmelden →

Aktive Arbeitsplätze live ausprobieren:

15.–17. September auf der Zukunft Personal in Köln.

Treffen in Köln →

Aktiv arbeiten testen: 15.-17.9., Köln.

Mehr Infos

Ergonomie-Workshop intern vorbereiten in 7 Schritten

Ergonomie-Workshop intern vorbereiten in 7 Schritten
Ergonomie-Workshop intern vorbereiten: Mit klaren Zielen, Pilotgruppe und Umsetzungsplan wird aus guter Absicht ein genutzter aktiver Arbeitsplatz im Büro.

Ein Walkingpad im Showroom, ein Deskbike in der Ecke und ein Gesundheitsposter reichen nicht aus. Wer einen Ergonomie Workshop intern vorbereiten will, muss vor allem eine Frage beantworten: Wie wird aus einer Anschaffung eine Arbeitsroutine, die Mitarbeitende freiwillig und sicher nutzen? Genau an diesem Punkt scheitern viele gut gemeinte Initiativen. Nicht am Produkt, sondern an fehlender Führung, unklaren Regeln und einem Workshop ohne konkreten Folgeprozess.

Ein wirksamer Workshop ist deshalb kein nettes BGM-Event. Er ist der Startpunkt für eine belastbare Einführung aktiver Arbeitsplätze. Er verbindet Arbeitsorganisation, Sicherheit, Akzeptanz und messbare Nutzung. Für HR, Office Management und Geschäftsführung bedeutet das: weniger Fehlinvestitionen, klarere Entscheidungen und eine Lösung, die im Alltag sichtbar wirkt.

Warum die Vorbereitung über Nutzung oder Stillstand entscheidet

Aktive Arbeitsplätze lösen ein bekanntes Problem: lange Sitzzeiten, niedrige Bewegung im Büroalltag und Gesundheitsangebote, die nur wenige Mitarbeitende erreichen. Doch ein Walkingpad oder Deskbike wird nicht automatisch genutzt, nur weil es bereitsteht. Ohne Einführung bleibt es oft ein Einzelobjekt für besonders motivierte Kolleginnen und Kollegen – oder ein Möbelstück mit gutem Vorsatz.

Die entscheidende Kennzahl ist daher nicht die Anzahl beschaffter Geräte. Entscheidend sind Nutzungsrate, sichere Anwendung, Verteilung im Team und die Frage, ob Bewegung während der Arbeitszeit kulturell akzeptiert ist. Ein interner Ergonomie-Workshop schafft dafür den gemeinsamen Rahmen. Er macht Erwartungen sichtbar, räumt Bedenken aus und übersetzt das Thema in konkrete Abläufe.

Dabei gilt: Ein Workshop kann nicht jedes Detail der späteren Umsetzung lösen. Aber er muss die Entscheidungen vorbereiten, die nach dem Termin sonst liegen bleiben. Dazu zählen Verantwortlichkeiten, Pilotumfang, Nutzungsregeln und Kriterien für die Auswertung.

1. Das geschäftliche Ziel vor dem Workshop festlegen

Starten Sie nicht mit der Frage, welche Geräte Sie zeigen möchten. Starten Sie mit dem betrieblichen Problem, das Sie lösen wollen. Geht es um Prävention bei überwiegend sitzender Bildschirmarbeit? Um einen attraktiveren Arbeitsplatz? Um Fehlzeiten, Energie im Arbeitsalltag oder die stärkere Verankerung Ihres BGM?

Ein klares Ziel verhindert, dass der Workshop in allgemeiner Gesundheitskommunikation endet. Formulieren Sie vorab ein bis zwei überprüfbare Ziele. Zum Beispiel: Eine Pilotgruppe soll aktive Arbeitsplätze über acht Wochen regelmäßig nutzen. Oder: Die Organisation will verbindliche Standards für ergonomische und bewegte Bildschirmarbeit definieren.

Wirtschaftliche Ziele dürfen dabei offen auf den Tisch. Entscheider investieren nicht in Bewegung als Dekoration. Sie investieren in Leistungsfähigkeit, Mitarbeiterbindung, Prävention und eine Arbeitsumgebung, die moderne Büroarbeit ernst nimmt. Gesundheit und Performance stehen hier nicht gegeneinander – sie gehören zusammen.

2. Die richtigen Personen an einen Tisch holen

Ein guter Workshop braucht mehr als engagierte Einzelpersonen. Holen Sie die Funktionen dazu, die später Entscheidungen treffen, Regeln tragen oder den Betrieb absichern. In kleineren Unternehmen können das Geschäftsführung, HR und Office Management sein. In größeren Organisationen gehören häufig BGM, Arbeitsschutz, Betriebsrat, Facility Management, IT und Führungskräfte aus der Pilotabteilung dazu.

Die Zusammensetzung hängt von Ihrer Struktur ab. Ein Workshop mit 25 Personen kann sinnvoll sein, wenn es um Orientierung und Akzeptanz geht. Für konkrete Prozessentscheidungen ist eine kleinere Steuerungsgruppe meist schneller. Trennen Sie gegebenenfalls beide Formate: erst ein Entscheidungsworkshop, dann eine breitere interne Aktivierung.

Wichtig ist die Führungsperspektive. Wenn Führungskräfte Bewegung am Arbeitsplatz als Ablenkung bewerten oder selbst nie sichtbar mittragen, wird die Nutzung begrenzt bleiben. Der Workshop sollte deshalb nicht nur Wissen vermitteln, sondern ein gemeinsames Signal setzen: Aktive Arbeit ist eine erwünschte, professionell organisierte Form der Arbeitsgestaltung.

3. Ausgangslage und Einwände vorab erheben

Die besten Erkenntnisse für Ihren Workshop liegen oft schon im Unternehmen. Sammeln Sie vor dem Termin, wie gearbeitet wird: Wie hoch ist der Anteil konzentrierter Bildschirmarbeit? Gibt es Desk Sharing, Rückzugsräume oder feste Arbeitsplätze? Welche ergonomischen Maßnahmen bestehen bereits? Und wo werden Bewegungsangebote heute tatsächlich genutzt?

Erheben Sie auch die Einwände, statt sie später zu übergehen. Typische Fragen betreffen Lärm, Platzbedarf, Sicherheit, Hygiene, Konzentration, Arbeitszeit und Fairness zwischen Büro- und nicht mobilen Tätigkeiten. Diese Punkte sind kein Widerstand gegen Veränderung. Sie zeigen, welche Bedingungen Ihre Einführung erfüllen muss.

Gerade bei internationalen Unternehmen ist die Compliance-Frage differenziert zu betrachten. Deutsche DGUV- und Berufsgenossenschaftsanforderungen sind nicht automatisch auf einen US-Standort übertragbar. Dort müssen lokale EHS-, Arbeitsschutz- und Unternehmensvorgaben geprüft werden. Das Prinzip bleibt gleich: Die Nutzung braucht eine dokumentierte, sichere und für den jeweiligen Standort passende Regelung.

4. Den Ergonomie-Workshop intern vorbereiten – mit einer klaren Dramaturgie

Ein Workshop sollte nicht bei allgemeinen Tipps zu Sitzhaltung stehen bleiben. Mitarbeitende wissen meist längst, dass langes Sitzen ungünstig ist. Die relevante Frage lautet: Was verändert sich morgen konkret am Arbeitsplatz?

Planen Sie den Termin in drei Teilen. Zuerst wird das Problem greifbar: Sitzzeiten, Arbeitsrealität und betriebliche Folgen. Danach folgt die praktische Erfahrung. Teilnehmende sollten aktive Arbeitsformen erleben, etwa konzentriertes Gehen bei leichten Aufgaben oder kurze Wechsel auf einem Deskbike. Erst dann werden Regeln, Rollen und der Pilotprozess beschlossen.

Die praktische Erprobung ist entscheidend. Wer selbst erlebt, dass ein ruhiges Walkingpad nicht für jede Aufgabe geeignet ist, aber gut zu Calls, Lesen oder Routinearbeiten passen kann, diskutiert realistischer. Gleiches gilt für Deskbikes: Sie sind nicht für jede Person und jede Tätigkeit die erste Wahl. Ein Workshop schafft Orientierung statt pauschaler Versprechen.

5. Einen Pilot statt eines Großkaufs planen

Der schnellste Weg zu teuren Fehlentscheidungen ist ein flächendeckender Einkauf ohne Nutzungsnachweis. Starten Sie besser mit einer klar abgegrenzten Pilotphase. Definieren Sie eine repräsentative Gruppe, einen Zeitraum, geeignete Flächen und erreichbare Nutzungsziele.

Die Pilotgruppe sollte nicht nur aus Sportbegeisterten bestehen. Binden Sie unterschiedliche Tätigkeiten, Altersgruppen und Nutzungsvoraussetzungen ein. So erkennen Sie früh, welche Arbeitsprozesse gut passen, welche Hürden auftreten und wo zusätzliche Einführung nötig ist.

Legen Sie schon im Workshop fest, wie Erfolg bewertet wird. Reine Zufriedenheit ist zu wenig. Sinnvoll sind beispielsweise Nutzungsfrequenz, durchschnittliche Einsatzdauer, Wiederholungsnutzung, Rückmeldungen zur Konzentration sowie Beobachtungen zu Sicherheit und Raumorganisation. Ergänzen Sie qualitative Stimmen durch einfache, regelmäßige Messpunkte. Das schafft eine Grundlage für die Entscheidung nach dem Pilot.

6. Nutzungsregeln einfach und sichtbar machen

Regeln sind nicht bürokratisch, wenn sie Unsicherheit reduzieren. Im Gegenteil: Sie schützen Mitarbeitende und machen Führungskräften die Freigabe leichter. Klären Sie, welche Aufgaben sich für aktive Arbeitsplätze eignen, wie eine Einweisung abläuft, wer Geräte buchen oder nutzen darf und wie Reinigung, Wartung sowie Störungsmeldungen organisiert werden.

Auch die Intensität gehört in diese Regeln. Aktive Arbeit ist kein Sportprogramm. Beim Gehen oder Radfahren während der Arbeit geht es um moderate, konzentrierte Bewegung – nicht um Leistung oder Schweiß. Für hochkonzentrierte, vertrauliche oder technisch anspruchsvolle Tätigkeiten kann ein klassischer Arbeitsplatz die bessere Wahl sein. Genau diese Ehrlichkeit stärkt Akzeptanz.

Formulieren Sie Regeln in Alltagssprache und bringen Sie sie an den Nutzungsorten sichtbar an. Eine lange PDF, die niemand öffnet, ersetzt keine kurze Einweisung und keine klare Zuständigkeit.

7. Nach dem Workshop beginnt die eigentliche Einführung

Der häufigste Fehler: Nach einem gelungenen Termin folgt keine Verbindlichkeit. Deshalb sollten vor dem Ende des Workshops die nächsten Schritte mit Datum, Verantwortlichen und Entscheidungswegen feststehen. Wer koordiniert den Pilot? Wann erfolgt die Einweisung? Wann werden Nutzungsdaten besprochen? Wer entscheidet über Anpassung oder Skalierung?

Kommunizieren Sie intern nicht nur den Gesundheitsnutzen, sondern den konkreten Arbeitsnutzen. Mitarbeitende müssen verstehen, dass aktive Arbeitsplätze kein zusätzlicher Termin und kein Fitnessangebot nach Feierabend sind. Sie sind eine Option innerhalb des Arbeitstags, passend zu bestimmten Aufgaben und klaren Regeln.

Work & Move setzt genau hier an: Nicht Hardware isoliert ausrollen, sondern Einführung, Erprobung und dauerhafte Nutzung als System organisieren. Denn die beste Ausstattung erzeugt keinen Effekt, wenn sie nicht in Arbeitsroutinen ankommt.

Ein intern vorbereiteter Ergonomie-Workshop ist dann erfolgreich, wenn am Ende nicht nur Begeisterung im Raum steht, sondern eine umsetzbare Entscheidung. Machen Sie den nächsten Schritt klein genug, dass er sofort beginnt – und verbindlich genug, dass aus Bewegung am Arbeitsplatz keine weitere gute Idee wird, die ungenutzt stehen bleibt.

Wie geht’s weiter? Jetzt wird aus Lesen Umsetzung.

Wenn Aktive Arbeitswelten für Dein Unternehmen von Interesse sind, wähle den nächsten Schritt – passend zu deinem Timing:

Schnell Klarheit bekommen

Du willst aktive Arbeitswelten effizient, sicher und nachhaltig einführen?  In einem kostenlosen & unverbindlichen Erstgespräch (15–30 Min.) klären wir eure Ausgangslage, Ziele und die nächsten sinnvollen Schritte – praxisnah und auf eure Rahmenbedingungen abgestimmt.

15–30 Min. · kostenlos & unverbindlich · konkrete nächste Schritte

Austausch & Best Practices

Du willst das Thema Bewegung nicht alleine vorantreiben? In der Work & Move Community bekommst du beides: Austausch mit anderen Verantwortlichen Zugriff auf Inhalte, die dir die Umsetzung leichter machen.
  • Austausch auf Augenhöhe: Best Practices, Erfahrungswerte, Stolpersteine & Lösungen aus anderen Unternehmen
  • Impulse für die Umsetzung: Hintergründe, Tools, Vorlagen & kompakte Ressourcen – gebündelt an einem Ort
  • Alles gesammelt: Zugriff auf unsere Ressourcen-/Leadmagnet-Übersicht („eine Mitgliedschaft – alles auf einmal“)
  • Optional live: Community-Treffen z. B. rund um Messeauftritte & Events

kostenlos · jederzeit kündbar · für Entscheider

Dranbleiben

Du willst regelmäßig Impulse bekommen – ohne viel Aufwand? Dann hol dir unseren wöchentlichen Newsletter mit umsetzbaren Tipps, Studien-/Trend-Updates und Best Practices rund um Arbeiten & Bewegen.

1× pro Woche · jederzeit abmeldbar · praxisnah statt Werbung

Beitrag teilen:

Weitere Beiträge

Werde Mitglied der Work & Move Community

A short description introducing your business and the services to visitors.